Südkoreaner reichen Sammelklage gegen Apple ein
Mittwoch, den 17. August 2011 um 11:18 Uhr
Mehr als 25.000 südkoreanische iPhone & iPad-Besitzer reichten nun eine Sammelklage gegen den kalifornischen Weltkonzern Apple bzw. gegen dessen lokale Vertretung ein, wie spiegel.de berichtete.
Bei der Klage handelt es sich um den Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen, wie der Anwalt der insgesamt 27.612 Kläger erklärte. Dabei geht es um die Speicherung von Positionsdaten der Apple-Kunden. Der damalige Fehler wurde inzwischen von Apple behoben und besteht nicht mehr. Trotzdem drohen weitere Klagen.
Sollte sich der Anwalt Kim Hyeong Seok vor Gericht erfolgreich sein, könnte dies für Apple teuer werden. Eine Million Won fordert jeder Kläger als Schadensersatzforderung. Dies sind umgerechnet knapp 650 Euro. Sollte die Sammelklage Erfolg haben, muss Apple somit insgesamt bis zu 18 Millionen Euro zahlen.
Im Frühjahr dieses Jahres wurde bekannt, dass Apple langfristige Speicherungen der Ortungsdaten über iPhones und iPads vornimmt. Mit den gespeicherten Daten lassen sich Bewegungsprofile der Besitzer erstellen, welche zum Teil über ein Jahr reichen. Weltweit musste Apple harte Kritik und Proteste verkraften.Auch in den USA drohen dem Konzern nun Sammelklagen.
Mit einem Apple-Update wurde der Softwarefehler auf den iPhones und iPads bereits behoben. Wie der Konzern erklärte, werden die Ortsdaten seitdem maximal eine Woche lang auf den Geräten gespeichert.
Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler


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